• Mittwoch, 17. Januar 2018
Foto: Zipcar Austria
Foto: Zipcar Austria

CarSharing – Wenn das Auto geteilt wird

Das „Sharen“ ist bereits auf vielen Sozialen Netzwerken gang und gäbe. In der virtuellen Welt werden Inhalten und Präferenzen geteilt, im wirklichen Leben das Auto. Dem CarSharing Prinzip liegt diese Idee zu Grunde und berücksichtigt dabei den Umweltaspekt ohne auf Komfort zu verzichten.

Auf das eigene Auto würden laut einer Umfrage der VAV-Versicherung ein Drittel der österreichischen Autofahrer nicht verzichten wollen. Für den Weg zur und von der Arbeitsstelle bestehen die Befragten auf das eigene Transportmittel. Allerdings tendieren viele Österreicher hin zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel, denn rund 38 Prozent der Befragten würden bereits häufiger auf die Öffis zurückgreifen als noch vor drei Jahren. Ein Grund dafür sind die hohen Kosten für die Erhaltung eines Autos zu nennen. Darunter fallen vor allem Spritkosten, Versicherungs- und Parkgebühren sowie Reparatur- und Serviceaufwände.

Stadt-Land-Gefälle

Auffallend bei der Umfrage war, dass die Mehrheit, der auf dem Land lebenden Befragten, nicht auf ein Auto verzichten würde. Landwirte beispielsweise lehnen ein Stehenlassen des Fahrzeuges geschlossen ab. Und auch in Tirol und Vorarlberg, wo ein Großteil der Bevölkerung in ländlichen Gegenden zu Hause ist, gilt für 43% der Teilnehmer das Auto als unverzichtbar. Schlecht erschlossene Verkehrsanbindungen erfordern die Nutzung eines eigenen Kfz, um den täglichen Aktivitäten nachkommen zu können.

Mit ganz anderen Problemen kämpfen die Autofahrer in den Städten. Rote Ampeln, Staus und begrenzte Parkmöglichkeiten sind für einen Kfz-Lenker frustrierend. Neben den eigenen Nerven, schadet man auch der Gesundheit anderer. Durch das dichte Verkehrsaufkommen in den Städten entsteht Lärm und eine abgasverseuchte Luft. Nicht zuletzt häufen sich die Unfälle, je mehr auf den Straßen los ist.

Im Prinzip wird das Auto geteilt

Dem ganzen Wirbel will das Prinzip CarSharing Abhilfe schaffen. Die Idee dahinter ist einfach. An gekennzeichneten Standorten in ganz Österreich stehen bereits verschiedene Automodelle zum gemeinsamen Benützen zur Verfügung. Wer im Besitz einer Mitgliedskarte ist, kann jederzeit ein freistehendes Auto nutzen. Bezahlt wird nach Verbrauch und je nach Modell. Denn das Unternehmen zipcar bietet seinen Kunden eine Reihe verschiedener Fahrzeuge an, sodass für jeden Bedarf das richtige Auto zur Verfügung steht. Dabei sind alle PKW neuwertig und verbrauchen laut Anbieter bis zu 20% weniger Treibstoff im Vergleich zu Österreich. Damit werden jährlich bis zu 1.500 Tonnen CO2 gespart. Mit der Geschäftsidee wird die Anzahl der Autos auf den Straßen vermindert und dadurch die Umwelt entlastet. Unter dem Motto „Fairplay“ kann jeder mitmachen und verkleinert seinen ökologischen Fußabdruck.

Verwandte Artikel