• Mittwoch, 17. Januar 2018
Quelle http://www.fisker-automobile.com/index.php?id=133

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Der Fisker Karma: Elektrischer Luxus auf vier Rädern

Der Plug-in-Hybrid im Luxus-Segment ist ein Stromer, der sowohl rein elektrisch betrieben oder zur Reichweitenverlängerung auf einen 2-Liter-Benzinmotor zurückgreifen kann. Im Sportmodus wird der Luxushybrid von 408 PS angetrieben und beschleunigt in unter sechs Sekunden auf 100 km/h. PVNEWS.AT hat einen Blick auf das elektrische Geschoss, das als verantwortungsvoller Luxus angeboten wird, geworfen.

 

Unter der kalifornischen Sonne gründeten die beiden Idealisten Henrik Fisker und Bernhard Koehler 2007 die Fisker Automotive Inc. Ihr nicht unambitioniertes Ziel: der erste Plug-in-Hybrid im Luxus-Segment. Nach nur 37-monatiger Entwicklungszeit tritt der Fisker Karma als Viertürer gegen  die selbstgewählte Konkurrenz aus Zuffenhausen und München an. „Benchmark waren für uns der Porsche Panamera oder der BMW 7er“, so der Firmenchef und Designer Henrik Fisker.

 

In unter sechs Sekunden auf 100 km/h

Angetrieben wird das elektrische Luxusautomobil von zwei 150kW E-Motoren (rund 408 PS). Voll aufgeladen schafft der Fisker Karma damit gute 80 Kilometer im reinen Elektrobetrieb, bei Fisker Stealth-Modus genannt. Zur Leistungssteigerung und zur Verlängerung der Reichweite auf 400 Kilometer verfügt der Hybrid im Sport-Modus auch über einen 156kW (212 PS) starken Benzinmotor. Dieser 4-Zylinder Direkteinspritzer liefert über einen 175 kW-Generator zusätzlich Strom für die beiden E-Motoren. Dadurch steigert sich die Höchstgeschwindigkeit auf über 200 km/h und der Luxushybrid mutiert zum reinrassigen Sportwagen mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 5,9 Sekunden. Das besondere bei allen Elektroautos: das verfügbare Drehmoment von 1.300 Nm steht von Anfang an zur Verfügung und sorgt für ein besonderes elektrisches Fahrerlebnis. Mit einem jetartigen Sirren, das von kleinen Lautsprecher stammt, ermöglicht das Luxusmobil auch Fußgängern eine Chance zum Ausweichen, wenn es in die Gänge kommt.

 

Ein veganer Innenraum

Im Innenraum herrscht dagegen fast meditative Stille für ein ausgeglichenes Karma. Auch die ausgewählten Materialien zeigen das besondere Verständnis von Fisker Automotive für verantwortungsvollen Luxus. Für das Interieur im Karma EcoStandard werden keine Materialien verwendet, die von Tieren stammen. Deep-Sunken-Holz aus dem Lake Michigan (über 300 Jahre alte Weiß-Eiche vom Grund des Sees), Teppichrückengewebe aus recyceltem PET und Sitzschaum aus Biofasern auf Sojabasis machen das Gefährt damit endgültig zum Unikat im Luxussegment.

 

Ein weiteres Highlight, das die nachhaltigkeitsbetonte Unternehmensphilosophie unterstreicht, zeigt sich mit dem größten einteiligen Solardach eines Serienfahrzeuges. Es liefert im Jahr zusätzliche Energie für ca. 320 Kilometer emissionsfreies Fahren. In Österreich dürfte der Luxus-Sportler hauptsächlich auf Ausstellungsmessen zu sehen sein. Vertrieben wird das Gefährt in Europa ausschließlich über Händler in der Schweiz, Frankreich, Tschechien und Deutschland.

 

Viel Technik zum Luxuspreis

Soviel Technik und Exklusivität haben ihren Preis. Mindestens € 114.900 sind für den Fisker Karma EcoStandard zu berappen. Weitaus sparsamer lassen sich hingegen die Betriebskosten halten. Der Normverbrauch wird vom Hersteller mit 2,2 Litern auf 100km angegeben. Im benzinunterstütztem Sportmodus werden daraus allerdings schnell zwischen 10 bis 12 Liter/100km. Für die täglichen Arbeitswege sollten die 80km Reichweite als reiner Stromer jedoch ausreichen. Geladen werden kann bequem über ein 240V Komfortladekabel an jeder Haushaltssteckdose. Die Dauer eines Ladezyklus wird mit ca. acht Stunden angegeben.

 

Der Fisker Karma sticht schon wegen seines auffälligen Designs aus der bisher überschaubaren Anzahl an Hybridautos hervor. Der hohe Anschaffungspreis und die ambitionierte Technikausstattung lassen ihn nicht mit dem eher pragmatischen Toyota Prius vergleichen. Seine direkten Konkurrenten finden sich daher vor allem bei den viertürigen Sportwagen der Premium-Hersteller wie dem Porsche Panamera oder dem Aston Martin Rapide. Hier versucht der Fisker Karma seine potentiellen Käufer durch seinen Exklusivitätsbonus und die nachhaltige Technologie zu überzeugen. Wir sind gespannt, wie sich der Karma schlägt!

 

 

 

 

 

 

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