• Mittwoch, 17. Januar 2018

Photovoltaik Österreich

 

Die Photovoltaikanlage im Frühjahrs-Check

Mit zunehmendem Sonnenschein steigt die Stromproduktion der Photovoltaikanlagen auf Österreichs Dächern. Um von der optimalen Energieleistung der PV-Anlage zu profitieren, ist ein Frühjahrs-Check unabdinglich.

Frühzeitige Erkennung von eventuellen Mängeln beugt nicht nur Ausfällen vor, sie vermindert auch einen Verlust der Energieleistung der Photovoltaikanlage.

Fachbetriebe raten daher zu einer regelmäßigen Inspektion. „Die Anlagen sind zwar wartungsarm und die Komponenten auf Langlebigkeit ausgelegt. Dennoch sollten die Betreiber regelmäßig prüfen“, empfiehlt Carsten König, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar).

Besonders geeignet für einen Photovoltaik-Check ist das Frühjahr. Während des Winters sind die Photovoltaikanlagen auf den Dächern massiven Umweltbelastungen ausgesetzt. Wind und Wetter mit großen Temperaturschwankungen und Schneelasten, erhöhen das Risiko auf Schäden an den Anlagen. Häufig treten auch Fehler an minderwertigen Modulen, Kabeln, Anschlussdosen oder Steckverbindungen auf. Selbst Verschmutzungen wie Vogelkot, Zweige oder Laub, vermindern die Produktionsleistung der Solaranlagen erheblich. Beim nächsten Frühjahrsputz gilt es also auch die Photovoltaikanlage mit einzukalkulieren.

 

Vorsorge ist besser als Nachsorge

Ein erster Check sollte auf alle Fälle unmittelbar nach der Installation stattfinden. Die daraus resultierenden Werte dienen als Referenzen für spätere Messungen durch den Anlagenbetreiber. Eine regelmäßige Kontrolle ist am Stromzähler möglich. Dieser gibt an, wie viel Elektrizität die Anlage liefert. Sollten die abgelesenen Werte deutlich unter den Referenzwerten liegen, ist eine dringende Inspektion erforderlich. Ansonsten empfehlen Experten zu einer jährlichen Überprüfung der Photovoltaikanlage.

Die Wartung sollte immer durch eine fachlich kompetente Firma vorgenommen werden. Selbst die Reinigung der Solarmodule ist für Laien gefährlich. Dabei ist zu beachten, dass der Regen die Solarmodule bei Schrägdächern von Staub und Pollen befreit. Anders auf den Flachdächern, bei denen eine regelmäßige Reinigung durch einen Experten empfehlenswert ist.

Besteht kein Wartungsvertrag mit der Installationsfirma, kann eine externe Firma dafür beauftragt werden. Die Inspektionskosten lohnen sich auf jeden Fall. Denn die Reperatur einer beschädigten Photovoltaikanlage ist kostenaufwändiger, als die jährlichen Raten für die Wartung.

Generell gilt jedoch: Je regelmäßiger eine Überprüfung stattfindet, desto zuverlässiger produziert die PV-Anlage Strom und desto höher sind die Erträge für die Anlagenbetreiber.

 

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