• Mittwoch, 17. Januar 2018
Quelle http://www.fisker-automobile.com/index.php?id=133

Quelle http://www.fisker-automobile.com/index.php?id=133

 

Elektroauto als Stromversorger

Was das Unternehmen Mitsubishi Motors (MMC) vor zwei Jahren bereits in Japan auf den Markt brachte, scheint nun auch im europäischen Raum Anklang gefunden zu haben. Die Nutzung von E-Autos nicht nur als umweltfreundliches Transportmittel, sondern auch als Zwischenspeicher von Strom.

Bisher waren Elektroautos die umweltfreundliche Mobilitätsalternative. Wissenschaftlern der Hochschule Würzburg-Schweinfurt ist es nun gelungen, einen Prototyp für eine Powerbox zu entwickeln, mit dessen Hilfe ein E-Auto einen Haushalt mit Strom versorgt. Das Verfahren funktioniert mit der bidirektionalen Anbindung, also die Energieübertragung in beide Richtungen, an das Stromnetz eines Hauses.

 

Vorreiter Japan

Derzeit ist Mitsubishi der einzige Autohersteller, der beispielsweise in Deutschland bidirektional ladefähige Elektrofahrzeuge in Serie anbietet. Modelle des Herstellers wie der Elektro-Kleinstwagen Mitsubishi Electric Vehicle und das SUV Outlander Plug-in-Hybrid, fungieren in Japan bereits als Stromspeicher. Dabei kann der zwischengespeicherte Strom allerdings nur mit einem 1,5 Kilowatt starken Notstromaggregat zurückgeführt werden. Auch fehlte bisher die Schnittstelle mit der die Fahrzeuge effektiv in intelligente Stromnetze eingebunden werden konnten.

 

Zukunftsmusik aus Deutschland

Der Prototyp der Hochschule Würzburg-Schweinfurt ermöglicht das gesteuerte Laden und Entladen der Elektrofahrzeuge mit der Anbindung an die sogenannten Smart Grids (intelligente Stromnetze). Somit lädt das E-Mobil seinen eigenen Vorrat auf und speist die gespeicherte Energie in den Stromkreislauf eines Haushaltes zurück. Zudem bietet das in Würzburg entwickelte System eine viel größere Speichermöglichkeit von bis zu 20 Kilowatt. Konkret profitieren davon Privatleute, die ihren Strom bereits mit einer Photovoltaik-Anlage produzieren. Überschüssigen Strom können sie in ihrem Elektroauto zwischenspeichern und bei Bedarf wieder einspeisen. Theoretisch könnte der Akku eines Mitsubishi Electric Vehicle einen Haushalt ein bis zwei Tage komplett mit Strom versorgen, so der Hersteller.

Wenn in Zukunft das Ziel von einer Million Elektroautos in Deutschland erreicht ist, können so bis zu 16 Gigawattstunden zwischengespeichert werden und so fast zwei Millionen Haushalte pro Tag mit Strom versorgen.

 

Verwandte Artikel