• Mittwoch, 17. Januar 2018
Quelle: flickr http://www.flickr.com/people/brianac37/
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Elektrobusse erobern die Welt

Weltweit ersticken Städte unter den Abgaswolken des immer dichter werdenden Verkehrsaufkommens. Zukunftsträchtige, aber auch bestehende Unternehmen aus der Automobilbranche, präsentieren bereits überraschende Lösungen für dieses Problem.

Wien, Sao Paolo, London – das sind nur wenige der Vorzeigestädten, die einen Teil des öffentlichen Verkehrs bereits mit elektrisch angetriebenen Bussen bestreiten. Das Besondere an den umweltfreundlichen Riesen auf vier Rädern ist, dass sie leise, ohne Kraftstoffverbrauch und zur Gänze umweltfreundlich unterwegs sind. In Wien ist die Linie 2A auf der seit 2012 E-Busse verkehren, zu einer regelrechten Touristenattraktion geworden. Anrainer würden vor allem die geräuscharme Fahrweise des E-Busses schätzen.

Wetteifern um den neuen Markt

Die Automobilhersteller haben den Bedarf an umweltverträglichen Angeboten im Straßenverkehr erkannt und nutzen diesen neuen Markt für sich.

BYD Motors ist ein chinesischer Hersteller von wiederaufladbaren Batterien für Fahrzeuge und der Größte seiner Art weltweit. Er gilt als der Nummer 1 Hersteller von elektrischen Bussen und belieferte neben London auch Los Angeles und Bogota (Kolumbien). Aber auch die Firma Mitsubishi arbeitet an der Weiterentwicklung ihrer Akkus, sowie an Lösungen zur Stromspeicherung. Der japanische Automobilhersteller tüftelt derzeit am Aufladen der Batterien mithilfe von Solarenergie.

Neue Dimensionen aus Kanada

Obwohl die Forschungen und Entwicklungen einen hohen technischen Standard erreicht haben, gibt es dennoch Lücken zu füllen. “Bis jetzt war die Technologie der Batterien nicht entwickelt genug, um lange Strecken und die Anforderungen des öffentlichen Verkehres bestreiten zu können“, erklärt GreenPower’s CEO Phillip Oldridg kürzlich in einer öffentlichen Äußerung. “Unser erster EV350 integriert diese fortschrittlichen Technologien – mit beeindruckenden Ergebnissen.” Das 2010 gegründete kanadische Unternehmen GreenPower Motor Company, legt seinen Fokus auf die Zukunft des Transits. Zurzeit befindet sich die Entwicklung eines vollelektrischen Busses in der Endphase. Der 12m lange und vollelektrische EV350 soll Ende April 2014 auf eine Vorstellungsrunde durch Nordamerika brausen.

Mit der vollaufgeladenen Leichtgewichts-Batterie bezwingt der E-Bus als erster die beachtliche Strecke von 250 km. In Österreich könnte damit die Route von Linz nach Graz zurückgelegt werden, ohne zum Aufladen stehen bleiben zu müssen.

Profit auf allen Seiten

Viele Busunternehmer schrecken vor den hohen Kosten für die Anschaffung eines E-Busses zurück. Mit einem Preis von bis zu 1 Mio. US-Dollar (ca. 723.000 Euro) liegen die elektrisch angetriebenen Busse über der Hälfte des Anschaffungspreises ihrer kraftstoffbetriebenen Kollegen. GreenPower verweist vehement auf die jährlichen Kosteneinsparungen von bis zu 100.000 US-Dollar hin, (ca. 72.000 Euro), durch die sich der Kauf eines E-Bus absolut lohnen würde.

Hinzukommt der Mehrwert, der sich für Umwelt und Mensch ergibt. Denn der Energiebedarf der grünen Fahrzeuge ist weitaus niedriger als bei herkömmlichen Bussen. Zudem garantieren die Hersteller eine minimale Wartung. Nicht zuletzt ist zu erwähnen, dass der Betrieb emissions- und geruchsfrei erfolgt. Der Ausstoß von Schadstoff liegt somit bei Null.

Die aktuellsten Veröffentlichungen zum Thema Feinstaub und Luftverschmutzung im innerstädtischen Bereich, verweisen auf Handlungsbedarf. Die E-Busse mit ihrem einzigartigen und umweltverträglichen Konzept, spielen dabei eine große Rolle für die Zukunft des Straßenverkehrs.

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