• Mittwoch, 17. Januar 2018

Mit Winkraft zur starken Wirtschaft

Energieautaktes Burgenland:

Dank Windkraft zur starken Wirtschaft

Als erstes Bundesland Österreichs ist das Burgenland autakt. Seit dem Vorjahr 2013 deckt sich der Stromverbrauch der Burgenländer gänzlich aus dem Ertrag der Windparks. 332 Windräder versorgen das Bundesland mit sauberer Energie, Tendenz steigend. Die Region fungiert damit als Vorzeigebeispiel – auch weil sie das höchste Wirtschaftswachstum Österreichs aufweist.

Ein kleines Bundesland nimmt eine Vorreiterrolle in Sachen erneuerbare Energie ein: Das Burgenland deckt seinen gesamten Stromverbrauch mit den Windparks. 755 Megawatt werden generiert – mehr als das Bundesland verbraucht. Eine große Chance für die lokale Wirtschaft, denn die Rolle als Energieexporteur nimmt an Bedeutung zu. Zusätzlich profitiert auch der Tourismus von den Windparks. Viele Gemeinden bieten bereits kostenlose Führungen an und kommunizieren das grüne Image erfolgreich nach außen.

Konsequente Energiepolitik macht sich bezahlt

Der Weg zur Energieautarkie wurde allerdings von Problemen begleitet. Bereits 1997 wurde mit dem Bau einzelner Windräder begonnen – trotz Skepsis der Landesregierung. Die Gemeinde Zundorf legte trotz der Einwände den Grundstein und errichtete 6 Windräder. 2002 wurden alle Zweifel zerstreut, denn erstmals wurden 50 Millionen Kilowattstunden erzeugt – der Beweis, dass sich diese Art der Stromerzeugung durchaus rechnet. Das Potential wurde erkannt und genutzt, 2006 wurde auf Landesebene bereits ein Raumkonzept für Windenergieanlagen erstellt.

„Das Burgenland hat das Potenzial der Windkraft früh entdeckt und nicht gezögert, es zu nutzen“, so Alexander Schauer, Geschäftsführer eines österreichischen Energieunternehmens. „Spätestens jetzt macht sich das natürlich bezahlt. Die Vorreiterrolle bringt dem Bundesland enorme Vorteile.“ Tatsächlich hat sich rund um das Thema Windkraft eine ganze Industrie gebildet. Die Erzeugung der Anlagenteile und das Know How stärken die Wirtschaft und bringen der Region Arbeitsplätze und Zukunftspotential. Aktuell sind in der Branche rund 5000 Burgenländer beschäftigt. Der Ausbau auf weitere 140 Megawatt Windkraftleistung ist bereits geplant.

Potential auch in anderen Bundesländern

Auch Niederösterreich besitzt alle Vorraussetzungen für den Ausbau der Windkraft. Immerhin ist Das Bundesland etwa fünfmal so groß wie sein Nachbar und daher weitaus ergiebiger. Eine konsequente Energiepolitik soll nun auch in Niederösterreich die Windkraft vorantreiben. Zur Zeit beträgt die Kapazität Niederösterreichs 18 Megawatt – nur ein Bruchteil dessen, was in diesem Bundesland möglich wäre.

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