• Mittwoch, 17. Januar 2018

Strom Tattoos

Energiegewinnung durch Tattoos – Science Fiction?

Immer mehr Studien und Forschungen arbeiten daran, in  unserem Alltag Strom zu gewinnen. Eine der ungewöhnlichsten Ideen ist die Stromgewinnung mithilfe von Aufklebe-Tattoos. Was im ersten Moment utopisch klingt, ist tatsächlich durch Wissenschaftler entwickelt und geprüft.

Ein Forscherteam der University of California in San Diego stieß per Zufall auf das Phänomen, als sie an einer Möglichkeit forschten, wie man die Lactat-Werte von Sportlern ohne Bluttest feststellen könnte. Dazu brachten sie Tattoos, die aus kleinen Elektroden bestehen, auf der Haut an und forderten die Teilnehmer auf, 30 min bei aufsteigender Schwierigkeit auf dem Trainingsfahrrad zu absolvieren.

Dabei entdeckten die Forscher, dass ein bestimmtes Enzym in Verbindung mit Schweiß Elektronen in Bewegung setzen und so abhängig von der Intensivität des Sportes eine Spannung entsteht. Sie  legten von da an den Fokus auf das „Strom Tattoo“.

Überraschende Ergebnisse

Ausschlaggebend für die Energieerzeugung war dabei die körperliche Fitness der Teilnehmer. Bei unsportlichen Teilnehmern wurde mehr Strom erzeugt als bei Teilnehmern, die 3-4-mal die Woche Sport betreiben. Bei durchschnittlicher Leistung entstehen nur ungefähr  70 Mikrowatt. Zum Vergleich benötigt eine Armbanduhr 10 Mikrowatt. Die Tattoos können derzeit nur als direkte Energiequelle genutzt werden und es gibt noch keine Möglichkeit um den Strom zu speichern, aber die Forscher arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung des Problems, sowie auch an der Effizienzsteigerung der Tattoos.

Dies zeigt – zusammen mit vielen anderen innovativen Ideen, um  aus unscheinbaren Tätigkeiten Energie zu gewinnen – dass wir am Anfang einer neuen Ära stehen könnten.

 

(Bild: American Chemical Society)

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