• Mittwoch, 17. Januar 2018

Beitragsbild Hummelzungen

Klimawandel lässt Hummelzungen schrumpfen

Seit 40 Jahren schrumpfen die Zungen der Hummeln bemerkbar schnell, was dies für Folgen mit sich bringt – pvnews.at klärt auf.

Hummeln sind die fleißigeren Bienen, denn sie sind auch bei Schlechtwetter und kühleren Temperaturen im vollen Einsatz. Sie starten früh morgens und holen sich den Nektar bis in die späten Abendstunden. Im Vergleich dazu werden Bienen erst ab 20 °C aktiv.

Besonderes Augenmerk legen Hummeln auf Langkelchpflanzen. Mit ihren langen Zungen war das Erreichen des nahrhaften Nektars am tiefsten Punkt der Blüte bislang kein Problem. Allerdings wird sich mit der Klimaveränderung auch in der Hummelwelt vieles ändern.

Fokus auf Flachblütler

Die US-Forscher stellten schon im Jahre 1970 fest, dass sich der Lebensstil von Hummeln verändert hat. Ebenso wurde ihnen damals schon bewusst, dass sich Hummeln immer mehr auf kurze Blumenkelche stürzten. Der Trend setzt sich fort, sodass Hummel künftig mit den Bienen konkurrieren werden – ob dies direkte Auswirkungen auf das große Bienensterben hat, ist derzeit noch unklar.

Warum schrumpfen Hummelzungen?

Da Hummeln ihre langen Zungen immer seltener effektiv nützen können, handelt es sich wahrscheinlich um eine natürliche Rückfolge. So lässt der Klimawandel die Langkelchblütler aussterben, die fleißigeren Bienen passen sich dementsprechend an und die überlebenden Pflanzen werden nicht genügend bestäubt.

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