• Mittwoch, 17. Januar 2018

Meeresspiegelanstieg. Wie hoch steigt er und wer ist betroffen?

Laut einer aktuellen Studie wurde die gängige Meinung über den weltweiten Meeresspiegelanstieg weit unterschätzt. Unter Umständen sei die Ausdehnung der 3 großen Ozeane ca. doppelt so hoch wie bisher gedacht. Nun haben renommierte Wissenschaftler der Forschungsorganisation Climate Central errechnet, was diese Tatsache für betroffene Menschen bedeuten würde, die in Küstenregionen oder Meeresnähe wohnen. Die Folgen könnten verheerend sein.

Demnach könnte diese Art von Klimaerwärmung um vier Grad Celsius global 470 bis 760 Millionen Menschen gefährden, die in bedrohten Gebieten leben.

Meeresanstieg-Grafik-Die Welt

In absoluten Zahlen trifft es demnach China am meisten.  Dort leben in etwa 145 Millionen Menschen in einer überflutungsbedrohten Region. Doch auch wenn die globale Temperatur nur um 2 Grad Celsius steigt, müssen immer noch 64 Millionen Menschen dem kommenden Wasser weichen. Aber nicht nur in China, sondern auch in Indien, Vietnam, Bangladesch und den Niederlanden müssen über 10 Millionen Menschen ihren Heimatort verlassen.

Nach den Angaben des Weltklimarates steigt der Meeresspiegel mit zunehmender Geschwindigkeit. Derzeit steigt er mit ungefähr 3 Millimeter pro Jahr. Seit 1901 gab es selbst in den Industrieländern global einen Anstieg von ca. 20 Zentimetern.

Die Ziele, die auf dem Klimaschutzgipfel in Paris gesetzt wurden, werden den Anstieg des Meeresspiegels erst einmal nicht aufhalten. Denn sogar, wenn alle Länder ihre kühnen Ziele erreichen, wird die globale Temperatur immer noch um ca. 2,7 Grad Celsius steigen.

 

 

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