• Mittwoch, 17. Januar 2018

pv-news-feinstaubberichtFeinstaubbilanz 2015

WIEN. Die Feinstaubbelastung nimmt in der letztens Jahren deutlich ab, so wurde auch im vergangenen Jahr wieder der Niedrigstwert wieder übertroffen. Welche Faktoren ausschlaggebend sind – pvnews.at informiert.

Während sich italienischen Metropolen im absoluten Ausnahmezustand befinden und das Autofahren beinahe verbieten müssen, präsentiert das österreichische Umweltbundesamt stolze Werte. So wurden in den Bundesländern Salzburg, Vorarlberg, Wien, Nieder- und Oberösterreich die besten Messergebnisse seit Aufzeichnungsbeginn im Jahr 2002 erreicht.

Neben den gesetzlichen Verankerungen, wie Tempolimits, Umrüstung kommunaler Flotten, Fahrverbot für alte Lkw, verbesserte Standards im Wohnbau und dem Umstieg auf Fernwärme, hat man besonders dem milden Wetter die zufriedenstellenden Feinstaubwerte zu verdanken. Die festgelegten Feinstaubgrenzwerte der Europäischen Union wurden im Jahr 2015 an drei Messstellen in der Steiermark überschritten.

Jedoch bringen die warmen Temperaturen nicht nur Positives mit sich, so hat sich die Stickstoffdioxidbelastung erhöht – Jürgen Schneider vom Umweltbundesamt sagt dazu: „Dies ist ebenfalls durch die Witterung bedingt, konkret durch die bei Warmwetter erhöhte Ozonbelastung, da Ozon Stickoxide schneller zu Stickstoffdioxid oxidieren.“ Verursacher des markanten Problems sind vor allem dieselbetriebene Motoren. So zeichnete man das miserabelste Ergebnis im Tiroler Ort Vomp an der A12 aus, dort wurde an 44 Tagen ein Tagesmittelwert von 80 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter an Luft gemessen. Bislang war der Höchstwert bei 16 Tagen in einer Zeit von Jänner bis März und Oktober bis Dezember.

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