• Mittwoch, 17. Januar 2018

Beitragsbild zum Artikel Pitztaler Gletscher

Erste Photovoltaikanlage auf Gletscher

Pitztaler Gletscher/Tirol. Mit 3.504 Stück PV-Modulen auf rund 3.000 Höhenmeter ist das PV-Kraftwerk im Pitztaler Gletscher das höchstgelegene und größte Europas. Warum dementsprechend viele nachkommen werden, klärt pvnews.at im folgenden Artikel.

Die Investitionen eines PV-Giganten belaufen sich auf 2,5 Millionen Euro, davon sind 519.400 Euro Förderung vom Land Tirol. Der Betrag rentiert sich auch der Nachhaltigkeit entsprechend – so lassen sich nach guten zehn Jahren grüne Zahlen schreiben. Man darf jedoch nicht vergessen, dass das Projekt ein Drittel des Strombedarfes der Gletscherbahnen mit Sonnenstrom versorgt – entspricht 235.000 Euro jährlich.

Was die PV-Anlage an Ressourcen spendet?

Ein Drittel der Gletscherbahnen decken, klingt danach als wär die Investition eine Unnötige gewesen, dem ist jedoch ganz und gar nicht so. Man darf nämlich nicht übersehen, was für einen enormen Strombedarf diese hat – so könnte man mit diesem produzierten Sonnenstrom mehr als 420 Haushalte für ein Jahr versorgen.

Warum sich die Gletscher perfekt für PV-Anlage eignen?

Die PV-Module wurden auf Seilen in einer Höhe von 4 m montiert, dabei wurden die Spannwerke so kurz wie möglich gehalten, damit die notwendigen Korrekturen zukünftig sehr gering ausfallen. Durch die Höhenlage ist die Sonne um ein vielfaches stärker, zusätzlich aufgrund der Reflexion des Schnees können die Module einen um bis zu 40 Prozent höheren Wirkungsgrad erreichen, als wie beispielsweise im Tal.

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