• Mittwoch, 17. Januar 2018

Spielend leichte Stromgewinnung

Spielend leichte Stromgewinnung

Das Fußballfieber ist ausgebrochen – weltweit. Die Begeisterung für die Europameisterschaft ist in aller Munde. Nun ist es gelungen, sportliche Innovationsgeschichte zu schreiben und aus dieser Euphorie zu schöpfen. Der Ursprung liegt im vereinigten Königreich. Zwei Studentinnen der Harvard-Universität hatten die Vision, grundlegende Veränderung zu schaffen.
Im Rahmen einer Projektgruppe, die sich Lösungen sozialer Probleme durch technische Hilfsmittel widmete, fanden die beiden Wirtschaftsstudentinnen einen Weg, der ermöglicht, durch spielerische Komponenten mithilfe eines Fußballes, Strom zu erzeugen. Die Entwicklung nennt sich „Soccket“.

Eine Stunde lang am Ball bleiben reicht aus

Die revolutionäre Technologie im runden Leder umfasst einen leichtgewichtigen Dynamomotor, welcher im Inneren des Leders verankert ist und auf Dreh- und Rollbewegung reagiert. Er ist mit einem Li-iOnen Akku ausgestattet welcher sich durch das motiontechnologische Kurbelsystem lädt. Die Dynamik, die beim Ballspiel auf das Zahnradsystem einwirkt, wird instant aufgefasst und in elektrische, temporär speicherbare Energie gewandelt. An einem abgedeckten Steckplatz kann man den Fußball dann öffnen und den Strom konsumieren. Eine LED-Lampe mit 3 Lichtplätzen ist bereits integriert, sodass man die Funktion des Ursprungsgedankens – elektrisches Licht für sozial Arme – sofort ausschöpfen kann.
Bis zu 3 Stunden Lichtkraft sind nach einer Voll-Ladung gewährleistet. Für eine volle Ladung reicht eine aktive Spielphase von 60 Minten – also weniger als die Match-zeit eines Fußballspieles – aus.
Das innovative Modell des Balles kombiniert die Animation zu physischer Aktivität mit technischem Nutzen, doch auch der psychologische Aspekt ist stark im Fokus. Die gefragte Eigeninitiative der Kinder stärkt das Verantwortungsbewusstsein, und schenkt Perspektive.

Den Britinnen gelang ein einschlägiger Erfolg, bereits 6000 Stück gingen im Rahmen eines Entwicklungshilfeprojektes an bedürftige Menschen in Nigeria, Südafrika, Honduras, Costa Rica, El Salvador, Mexiko und Brasilien um nachhaltig und langfristig für mehr Lebensqualität zu sorgen.
Die Suche nach weiteren Investoren ist nach wie vor in vollem Gange.
99 Dollar kostet die Innovation im regulärem Verkauf, er ist nicht nur für entwicklungsorientierte Projekte zu ersteigern, sondern erweist sich auch für eine Vielzahl an anderen Interessenten als spannende Animation. So kann man beispielsweise auch das Smartphone damit laden und Kindern einen bewussteren Umgang mit Energie spielerisch näher bringen.

Zu Bestellen gibt es den Ball hier. Weitere Projekte sind bereits in Planung, dem Dynamo-Motor sind im Prinzip keine Grenzen gesetzt, derzeit wird daran gefeilt, ihn in Skateboard-rädern oder Einkaufswägen zu integrieren – damit würde wahrlich eine neue Wende in Punkto natürlicher Ressourcenausschöpfung stattfinden.

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