• Mittwoch, 17. Januar 2018

Beitragsbild zum Artikel Klimagerechtigkeit

Sieg für Klimagerechtigkeit?

PARIS. Nach zweiwöchigem Kampf um das Klima fanden die 195 beteiligten Staaten nun endlich eine Lösung. Der Kompromiss erntet durchaus viel Lob – pvnews.at berichtet.

„Ich sehe den Saal, die Reaktion ist positiv, ich höre keine Einwände“, mit diesen Worten besiegelte der französische Außenminister Laurent Fabuis die Einigung des UN-Klimagipfels. Der Vertrag setzt das Ziel, die durch Treibhausgase verursachte Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad zu reduzieren. Die teilnehmenden 195 Länder setzen sogar zielsicher auf 1,5 Grad – wir meinen, lieber größere Vorhaben, als zu kleine. Auf langfristiger Basis sollen nicht mehr Treibhausgase als Kohlenstoffdioxid ausgestoßen werden, was für die zweite Jahrhunderthälfte einen Netto-Ausstoß von Null bedeuten würde. Um an das Ergebnis zu kommen, wird bis 2070 auf die Verbrennung von Kohle vollkommen verzichtet. Ab 2023 werden die nationalen Emissionsziele im Fünf-Jahres-Takt überprüft, um das Erreichen nachhaltig zu gewährleisten.
Ebenfalls wurde ein großer Schritt in der Entwicklungshilfe geschaffen, so werden ab sofort die vergleichsweise reichen Industriestaaten die Länder des Südens für den Klimaschutz fördern – Pvnews.at berichtete bereits über den Kompromiss zwischen UN-Generalsekretär und Frankreichs Präsidenten.

Lob von allen Seiten

Die Schweizer Stiftung WWF spricht von einem „Meisterwerk der Klimadiplomatie“, auch der US-Präsident Barack Obama hat das Klimaschutzabkommen sehr begrüßt. Viel Applaus kam auch von Seiten der Wissenschaft. So bezeichnet ein Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung die Einigung der UN-Konferenz als Durchbruch, der mit den umgesetzten Maßnahmen das Schicksal der Erde rettet.

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