• Mittwoch, 17. Januar 2018

Windenergie

Windbranche kürt den Europameister

Diese Woche traf sich die Windbranche zur bedeutendsten Messe des Jahres in Barcelona und kürte Spanien zum Europameister, das 2013 mehr Strom aus Windenergie erzeugte als aus jeder anderen Stromerzeugungstechnologie. Auch die österreichischen Firmen konnten mit ihrem Know-how überzeugen.

 

Die bemerkenswerte Entwicklung Spaniens zum Windenergie-Europameister nahm vor 30 Jahren mit der Errichtung des ersten Windrads in Katalonien ihren Anfang. Seither wurde unaufhaltsam in die erneuerbare Energie investiert. 2013 speiste Spanien als erstes Land in Europa mehr Windstrom ins Netz als jede andere Kraftwerkstechnologie. Bei der bedeutendsten Messe und Konferenz der Windbranche EWEA (The European Wind Energy Association) gab es nun die Auszeichnung für diese nachhaltige Leistung. „Damit ist die Windenergie mit einem Anteil von 21,1% führender Stromerzeuger in Spanien“, berichtet der Präsident des europäischen Windenergie Verbandes EWEA Andrew Garrad. Auch über die ökonomische Bedeutung von erneuerbaren Energien ist der EWEA-Präsident informiert: „Jeden Tag zahlt jeder Europäer und jede Europäerin zwei Euro für fossile Energieimporte. Der Wind kostet hingegen nichts. Europäischer Wind bläst über europäische Felder und produziert europäischen Windstrom und schafft europäische Jobs. Putin kann vielleicht den Gashahn zudrehen, aber den Wind kann er nicht abdrehen.“

 

Österreichische Firmen nutzen EWEA als Präsentationsplattform

Im Lauf dieser Woche präsentierte sich die gesamte Windbranche in Barcelona. Die EWEA 2014, als Leitmesse und -konferenz der Windenergie, zog mehr als 8.000 Besucher aus über 60 Ländern an, die 350 Aussteller besuchen konnten. Auch mehr als 20 österreichische Firmen waren auf der EWEA 2014 vertreten, die darauf hoffen, ihre Leistungen auch verstärkt im Ausland anbieten zu können. Nach der EWEA 2013 in Wien setzten die österreichischen Aussteller auch in diesem Jahr wieder auf das Konzept eines ‚Österreichpavillons‘, bei dem sie ihr hochspezialisiertes Know-how der Windbranche präsentieren konnten wie zum Beispiel ein spezielles Eiserkennungssystem für Windflügel. Insgesamt ist die Windbranche ihren Kinderschuhen entwachsen, es geht um das Feintuning der Anlagen. Damit zeigt sich, dass die Branche der Windenergie zu einer spezialisierten Industrie herangewachsen ist, bei der auch die österreichischen Unternehmen ihr Know-how einbringen wollen.

 

Mit dem Ausbau der Windkraft in Europa wird ein weiterer wichtiger Schritt zur Unabhängigkeit Europas von den großen Erdgas und Erdöl exportierenden Ländern gesetzt. Mit einem gemeinsamen Mix der erneuerbaren Energien aus Photovoltaik-Anlagen, der Nutzung von Wasser- und Windkraft und der Verwertung von Biomasse ist Europa dem Ziel, zum kompletten Verzicht auf fossile Energieträger, wieder ein Stück näher gerückt.

 

Quelle:

http://www.ewea.org

http://www.igwindkraft.at

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