• Mittwoch, 17. Januar 2018

Wohin mit überschüssigem Strom

Wohin mit überschüssigem Strom?

Vielversprechende Technologien für Stromspeicher im Blick von Wissenschaft und Wirtschaft

Das ist eine Frage, die durch den enormen Zuwachs von erneuerbarer Energie enorm an Bedeutung gewinnt. Momentan gibt es nur eine technisch erprobte, sowie ausgereifte Lösung. Pumpspeicher wie z.B. Silz in Tirol, Limberg II in Salzburg oder der Malta in Kärnten. Die Sonne scheint kräftig, und dank moderner Photovoltaik-Anlagen wird eine enorme Menge grüner Energie gewonnen. In solchen Pumpspeicherkraftwerken wird elektrische Energie genutzt, um Wasser aus dem Tal- in die Bergspeicher zu pumpen.

Bei Bedarf an Strom Elektrizität fließt das Wasser talwärts, treibt die Turbinen an und produziert neuen Strom. Dank moderner Anlagen liegt der Wirkungsgrad bei deutlich über 80%. Die große Differenz beim Strompreis in absatzschwachen und absatzstarken Zeiten erlaubt das gewinnbringende Arbeiten dieser Kraftwerke.

Gas als Lösung des Speicher-Problems?

Die Speicher-Kapazität der bereits vorhandenen Pumpspeicherkraftwerke reicht allerdings bei Weitem nicht aus, um den Bedarf zu decken, der sich aus der sich künftig aus der intensiven Nutzung von Strom aus Wind und Sonnenkraft ergeben wird. Selbst die Realisierung von neuen Großprojekten, die noch dazu aufgrund der baulichen Notwendigkeiten auf Widerstand stoßen, wird nicht genügen. Aus diesem Grund forscht man mit Hochdruck an zukunftsträchtigen modernen Lösungen.

Ein interessanter Weg heißt Power to Gas. Überschüssiger Strom wird dabei mittels der altbekannten Elektrolyse in Wasserstoff verwandelt. Dies könnte konfliktlos gespeichert und dann wieder zur Stromerzeugung verwendet oder direkt in das Regionale Erdgasnetz eingespeist werden.

Diese Methode ist durchaus seit vielen Jahrzehnten bekannt. Neben der Wirtschaftlichkeit ist die Gasqualität noch eine Herausforderung. Aber Forscher und Wissenschaftler sind zuversichtlich, Lösungen zu finden.

Batteriekraftwerke

Eine weitere Lösung für Speicher im Netzverbund könnten Batterien darstellen. Sie sind in der Lage, extrem schnell von Stromaufnahme zu Stromabgabe und umgekehrt zu wechseln. Aufgrund dieser eindeutigen technischen Vorteile, meinen Experten das diese Technik durchaus Wirtschaftlich sein könnte.

Die durchschnittliche Lebensdauer dieser Batterien liegt bei ca. 20 Jahren. Dies wird durch eine moderne ausgeklügelte Software möglich die sogenannte „Tiefentladung“ verhindert, und eine konstante Temperatur im Batteriekraftwerk von zwei Grad ermöglicht. Eine 5-MW-Anlage lässt sich in einem Gebäude der Größe einer durchschnittlichen Sporthalle unterbringen.

 

 

 

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